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Berichte & Ergebnisse 2013

Kein Winter ohne Marathon

Beitrag von Ralf Milke.

Wieder war Team-Marathon, Ein extrem charmantes Erbe aus DDR-Zeiten, das aber wenig mit vergangenen Staaten zu tun hat, sondern vielmehr mit tollen Laufsportfreunden. Als Roland Winkler unter dem Dach des SCC im Plänterwald nicht mehr weitermachen konnte, sprang die LG Exa Leipzig grandios in die Bresche. Ihre Veranstaltung ist eine in den Details noch verschönerte Nachbildung des Plänterwald-Klassikers an anderem Ort. Ein Wunder!

Der Leipziger Wintermaraton 2013 war eine absolut perfekt organisierte überaus liebenswerte Laufveranstaltung. Kaffee und Tee, Kuchen und Brötchen vorm Start und nach dem Lauf gab es wieder ohne Preis, man durfte diesmal Spenden fürs Leipziger Frauenhaus.

Das Geläuf war mit dünner Schneedecke eisig, aber bestmöglich präpariert und gut belaufbar. Kalt war es (Durchschnitt -6°C), aber es ist ja auch der Wintermarathon. Der Wind war recht zahm zum Glück.

Bei den Frauen siegte das Team "Wintersturm" von Endurance Radebeul in 4:04:06. Das könnten unsere Frauen eigentlich auch attackieren.

Bei den Männern gab es eine harte Auseinandersetzung zwischen drei Teams,die der lokalen Leipziger und sächsischen Szene entstammen. "Die Eiseiligen" (Skatstadtmarathon Altenburg) siegten in starken 2:52:58 vor "Sportfreunde Stiller" (2:55:35) und "fahrradkuriere.de" (LG Exa/SC DHfK) (2:56:08). Viele dieser Schnellen kommen aus dem studentischen Umfeld, und folglich gewannen die Gesamtsieger auch die U90, gefolgt von den Gesamtdritten.Eine erfreuliche Entwicklung.

Am anderen Ende der Altersskala wird die Ü150-Wertung durchgeführt. Hier hatte PSB 24 mit Klaus Hertel, Wilfried Jackisch und Ralf Milke seine Hoffnungen an den Start gebracht. Da waren nicht nur Ü150 Lebensjahre, sondern auch Ü100 Marathonjahre am Start. Es lief zunächst sehr gut, die ersten fünf 5-km-Abschnitte streuen plusminus 15 Sekunden um 25:24, was eine Endzeit um 3:35 für möglich andeutete. Aber ein paar Trainingskilometer hatten gefehlt. Bei km 29 war der Ofen aus. Die Kombi von Geh-Pause und Gel-Beutel holte Klaus ins Rennen zurück, aber nach 35 km musste die Vernunft zur Aufgabe zwingen. Der "Mitteldeutsche Gerontologenkongress" des PSB 24 war geplatzt. Die Siegermannschaft war vor unserem Einbruch noch in Schlagweite ("Die Schlammspringer" im Ziel in 3:33:38), aber an diesem Tag letztlich außer Reichweite.

Zu zweit ab km 35 haben Willi und ich noch mal draufgelegt, und nach 3:40 durften wir ins Warme.

Wilfried ist von seinem traumatischen Ausstieg 2012 voll rehabilitiert. Klaus macht ihm das nächstes Jahr nach. Warten wir mal die Wetterkapriolen ab. Am Start müssen wir nächstes Jahr schon mal sein.

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