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Berichte & Ergebnisse 2017

Frische Luft bei den Halbmarathon-Meisterschaften

Beitrag von Ralf Milke.

Dies ist ein Bericht vom Streckenrand, aber ich bedanke mich sehr bei Bärbel, die auch einen Bericht aus Streckensicht geschrieben hat, den ich hier eingearbeitet habe. Es ist also eigentlich ein gemeinsamer Veranstaltungsbericht von uns. Der PSB-Fanclub stand am Eck zum Holzhauser Damm. Zu den gezwungenermaßen Passivläufern Reinhold und Ralf gesellte sich Manfred, der schon vor der ersten Brückenüberquerung der Autobahn wegen Muskelverletzung die Segel streichen musste. Die äußeren Umstände waren mit Sonnenschein und kühler Luft am Start prächtig und hielten über die ganze Veranstaltung. Drei Wasserstellen sorgten für beste Betreuung. Obwohl es der Mercedes-Benz Halbmarathon war, herrschte kein Stickoxid-Alarm. Die Strecke war gewohnt schnell, bis auf die berühmten Brückenwendeln natürlich. Wenn`s mit der angestrebten Zeit nicht klappte, dann lag es wohl am eigenen Leistungsvermögen.

In der Vierergruppe an der Spitze lief der Streckenrekordhalter und Havellauf-Seriensieger Niels Bubel (LG Nord). Im Finale auf den letzten drei Kilometern musste er der langen Saison Tribut zollen. Hinter Reinardus van Wel (SCC; 1:08:49) und Filip Vercruysse (SCB; 1:09:05) gewann er in 1:09:23 Bronze. Auch bei den Frauen waren Bekannte vom Havellauf vorne. Am Ende setzte sich Laura Opt-Eynde (Kimbia Sports; 1:24:37) knapp vor Julia Sbierski-Kind (SCC; 1:24:41) durch, die 2015 den Havellauf gewonnen hatte.

Für viele, auch in unserer Gruppe, ist der Berlin-Marathon das Jahreshighlight. Manche finden drei Wochen Abstand zu knapp was Erholung und Timing angeht (und sind übrigens darin mit Peter Greif einer Meinung), andere schwören geradezu auf diesen Kick in der Marathonvorbereitung.

Unser Augenmerk galt speziell den AK’s, in denen die Medaillen in Griffhöhe hängen. Ewald Klammer hatte in der M70 der DM über 10 km am selben Tag in Bad Liebenzell den Vorzug gegeben. So konnte der Sieger nach Manfreds Ausstieg eigentlich nur Horst Kyborg (SC Siemensstadt) heißen, aber auch ihn nahm ein Muskelstrang in der Wade schon auf der ersten Runde aus dem Rennen. Damit war der Weg frei für den Dauerbrenner Wilfried Köhnke (Polizei SV), der in 1:43:57 eine überzeugende Leistung ablieferte, drei Wochen vor seinem 42. Berlin-Marathon.

Als erster Gelber war Fréderic Georges nach 1:26:38 im Ziel, nachdem ihm die zweite Runde immer länger geworden war. Schon wenig später machte Atsushi Itabashi seine Ansage „Unter 1:30“ in 1:28:50 wahr (8. M50). Einen starken 5. Platz erlief sich Friedhelm Holz in der M65 (2:00:39), der freilich gerne die Zweistundenmarke geknackt hätte. Jede Brückenquerung hat genau 20 Sekunden gekostet, Friedhelm! Heinz Junkes kam gleich darauf in 2:01:33 ins Ziel, Brutto zeitgleich mit Ruth Suhr (2:01:34), die einen Schritt vor ihm über die Startmatte losgetrabt war. Für Ruth war dies Bronze der BBM in der W60. Die schnellste Läuferin aus unseren Reihen wurde Sylvia Pfaff-Hofmann, bei ihrem ersten Meisterschaftsstart für PSB24 (1:46:37; 8. W45). Die Top-Platzierung holte mal wieder Bärbel Rennung mit dem Meisterschaftssieg in der W60 in 1:50:03. Hoffentlich ist noch Platz auf dem Medaillenboard.

Im Rahmenwettbewerb über 10 km lief Günther Becke sehr gute 58:23 (3. M75) und damit deutlich flotter als zwei Wochen zuvor beim Viertelmarathon in Steglitz. Im 10er überzeugte auch unser früherer Vereinskamerad Klaus „Emil“ Hertel (Turbine Neubrandenburg) in 40:29 als 1. der M60. In der BBM-Wertung waren ebenfalls Lauffreunde erfolgreich, die früher ihren Startpass bei uns hatten: Wilfried Jackisch (Marathonia; 1:37:58) wurde Vize-Meister der M65, Antonia Maecker (OSC; 1:32:51) holte den Titel der W45. Wir gratulieren!

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