Menü überspringen

Berichte & Ergebnisse 2005

Eindrücke vom 27. Berliner Team-Marathon

Beitrag von Johannes Bauer.

Zur Galerie.

Ob der 27. Berliner Team-Marathon auch in diesem Jahr der härteste Lauf im Programm von SCC-RUNNING sein wird, so wie es der SCC selbst verkündete, sei einmal dahin gestellt. Die äußeren Bedingungen waren jedenfalls weitaus besser als erwartet und vermutlich einfacher, als in manch anderem Jahr zuvor. Der Wettergott war mit uns Läufern gnädig gestimmt. Bei drei Grad Celsius und ein paar Sonnenstrahlen statt Schnee und Regen konnte die Strecke im Plänterwald und entlang der Spree gut belaufen werden.

70 Teams, von denen 60 das Ziel erreichen sollten, hatten für den diesjährigen Winter-Marathon gemeldet. Darunter einige regionale und überregionale Laufikonen. Von uns waren Daniela, Dieter, Manfred und Johannes am Start. Daniela wollte nach eigener Aussage einfach mal wieder einen längeren Lauf machen und schauen, ob die Ferse hält. Sie hielt. Ihren Vorjahressieg konnte Daniela dabei zwar nicht wiederholen, doch zusammen mit Antje Ungewickell und Ulrika Schulz belegte das Team „beim LTC geht die Post ab” in einer Zeit von 3:47:15 den zweiten Platz in der Frauenwertung.

Wir Männer wollten ein gutes Bild in der 150 Jahre Wertung abgeben. Doch schon am Start mussten wir ernüchternd feststellen, dass zumindest ein Team unmöglich zu schlagen sein würde. Ob es die Konkurrenz war oder nicht, auf jeden Fall begannen wir den Lauf schneller als geplant und bei Halbzeit waren wir 6 Minuten im Plus – doch die Männer in Schwarz trotzdem außer Sichtweite - . Und wie so häufig, auf den letzten fünf Kilometern mussten wir dann langsam aber sicher dem höher gewählten Tempo etwas Tribut zollen. Ins Ziel liefen wir unter den Augen von Bärbel und Carsten – danke für die Unterstützung - mit 3:28:31 immer noch unter unserer selbst auferlegten Zeitvorgabe. Das war Gesamtplatz 13 und Platz 3 in der über 150 Jahre Wertung für hmm, ja für wen eigentlich?

Dieter hatte uns als PSB 24 - Laufteam gemeldet und auf den 42,195 Kilometern bis ins Ziel hatten wir reichlich Zeit und Gelegenheit zu erfahren, wie es uns mit dem neuen Vereinsnamen in Zukunft ergehen wird. Sie ist zwar noch nicht ganz vorbei, die Zeit der schnellen Post oder Schneckenpost, aber ihr alle könnt euch in den nächsten Wochen und Monaten auf viele sprachliche Blüten einstellen. Am Cap der Guten Hoffnung, das erfahrenen Plänterwald Läufern gut bekannt sein dürfte, also unmittelbar nach der Schlammkurve, wurden wir beim ersten Durchlauf als „der PSB Laufteam” angekündigt. Beim zweiten Mal hörten wir dann, es müsse sicher „das PSB- Laufteam” heißen. Veranstalter sind also durchaus selbstkritisch und lernfähig. In der Dritten Runde kamen doch wieder Zweifel auf, ob es solch eine Truppe gibt. Nun waren wir plötzlich das „Polizei Sport Berlin Laufteam”. Vielleicht sollten wir dort mal wegen Sponsoring anfragen. Und da Dieter das gelbe Post SV - Trikot falsch herum angezogen hatte, will ich eine weitere Variante nicht verschweigen, denn auf der Strecke wurden wir auch für das „Long Distance Team” gehalten. Wer schließlich interveniert hat, weiß ich nicht, auf jeden Fall waren wir ab Runde 6 das „PSB Laufteam” und im Ziel hieß es dann das „PSB 24 Laufteam vom Post Sport Verein Berlin”. Ich bin gespannt, welche Erfahrungen ihr in den nächsten Wochen macht, auf jeden Fall bedarf es noch einiger Läufe bis sich unser neuer Vereinsname bei den Veranstaltern etablieren wird.

Insgesamt war der 27. Team-Marathon für uns ein sehr schöner und gelungener Start in die Laufsaison 2005. Wie man den diesjährigen Team Marathon sportlich einschätzt - nur zwei Mannschaften blieben unter drei Stunden – das mag jeder für sich ausmachen. Für mich hebt sich dieser Wettkampf von der Startnummernausgabe bis hin zur Siegerehrung wohltuend von vielen auf Kommerz getrimmten Lauf-Veranstaltungen ab und war läuferisch aufgrund der Teamkonstellation eine ganz spezielle und einzigartige Erfahrung.

Beim SCC gibt es die Ergebnisliste.

Johannes

Eingeloggte Benutzer können Kommentare hinterlassen.