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Berichte & Ergebnisse 2005

5000 Teilnehmer bei Premiere (update!)

Beitrag von Joachim Dirks.

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1. Hamamatsu Halbmarathon am 12.2.2005

Hamamatsu ist die nächste große Stadt, ca. 25km entfernt von Kakegawa und es leben dort 800.000 Menschen. Trotzdem gab es bislang keinen HM dort. Merkwürdig, wo doch Iwata und Kakegawa sogar Marathons ausrichten... So staunten wir nicht schlecht als wir hörten, dass sich 5000 angemeldet hatten. Nun, auf die Zahl kam man nur, wenn man alle Strecken Eltern/Kind-Lauf, 3km, 5km, 10km und HM zusammen zählte, aber immerhin nicht schlecht fürs erste Mal. Die Organisation war –wie bereits von früheren Läufen berichtet- nahezu perfekt. Da Parkplätze in Japan in der Innenstadt Mangelware sind, fuhren Pendelbusse von entfernten Großparkplätzen zum Stadion, doch davon später mehr. Wir nahmen die „S-Bahn” bis zum Hauptbahnhof und dann den Shuttlebus. Ein buntes Treiben begrüßte uns, als wir um 8:20 im Stadion eintrafen. Alles war klar ausgeschildert und so hatte ich meine Startnr. schnell abgeholt. Naja, zuerst musste ich meine Adresse angeben, ankreuzen, dass ich gesund bin und einen Fingerabdruck (da ich meinen privaten Stempel nicht dabei hatte) abgeben. Christiane lief heute wegen der Muskelzerrung nicht mit, holte sich aber ihr T-Shirt trotzdem ab. Das ging ohne weitere Daten angeben zu müssen. Chu und seinen Freund waren mit dem Rennrad nach Hamamatsu gefahren und wollten uns „besuchen”. Ich sah sie aber erst später an der Strecke. Stadion und Vorplatz waren zu voll.

Der Start der ca. 1000 Teilnehmer erfolgte im Stadion, wie üblich. Es ging eine Runde auf der Tartanbahn, dann ein Mal ums Stadion, dann noch eine Runde auf der Tartanbahn... ich dachte, die Strecke wäre geändert und wir müssten nun 21,1 km so zurücklegen. War aber nicht, denn nun gings auf die Strasse. Der Kurs führte zu ¾ um einen nahe gelegenen Flugplatz und dann wieder zurück. Mir ging es aufgrund einer Halsentzündung nicht so richtig gut, aber ich dachte, Laufen wird ja wohl gehen. Bis km 5 war es auch so lala, aber die Zwischenzeit von 18:37 passte nun gar nicht zum kaputten Gefühl. Ich wurde immer langsamer und konnte überhaupt keinen Druck mehr aufbauen. Als ob ich Diesel getankt hätte und kein Superbenzin. Gerade als ich ans Aussteigen dachte, sah ich Chu und Yohiro an der Strecke stehen und mich anfeuern. Mmh, nix mehr mit Aussteigen und ich beschloss, Tempo raus zu nehmen. Richtig gut ging es mir immer noch nicht, zumal ich nun ständig überholt wurde. Aber wenigstens würde ich so den HM durchstehen. Bei km 11 kam die Wende und ich hatte 42min auf der Uhr. So langsam kam auch ein wenig mehr Energie in meine lahmen Beine. Zusammen mit einem anderen Läufer konnten wir ganz gut wieder Fahrt aufnehmen. Auf dem Rückweg stand bei km17 wieder Chu und feuerte mich an. Mensch, wenn ich rausgegangen wäre und er hätte dort auf mich gewartet bis der Besenwagen kam. Nun, lange hätte er nicht warten müssen, denn die HM-Strecke wurde nach 1:55 (!) wieder für den Verkehr freigegeben. Einige Unentwegte haben wir bei der Rückfahrt noch gesehen, wie sie sich durch den Autoverkehr zum Stadion kämpfen. Bei den 10km war das Limit 60min. Auch nicht üppig! Ziemlich groggy lief ich nach 1:21:09 über die Ziellinie. Etwas enttäuscht war ich über die Zeit schon. Der Sieg ging in 1:08 (M) bzw. 1:19 (F) weg. In der AK18-29 blieben 20 Läufer unter 1:15, in der AK30-49 blieben immerhin 27 Läufer unter 1:20. Die "schlechteste" Frauenzeit war 2:00 (AK18-39) bzw. 1:53(AK40+).

Christiane hatte in der Zwischenzeit die anderen Läufe angeschaut. Beim Eltern/Kind-Lauf mussten beide gemeinsam im Ziel ankommen. Das führte dazu, dass einige Kinder vor der Ziellinie ziemlich lange auf Vater oder Mutter warten mussten! Auf dem Rückweg nahmen wir erst den falschen Bus. Wir hatten nicht auf die Beschriftung geguckt. So konnte Christiane wenigstens einen Großteil der Strecke anschauen, während wir zu den Autoparkplätzen kutschiert wurden. Man kann in Japan nicht verloren gehen, es ist ja eine Insel... In Downtown Hamamatsu gab es dann noch eine Stärkung bei Starbucks und dann gings mit der S-Bahn wieder zurück. Achja, Wetter war prima: ca. 6-12C, wenig Wind, sonnig. Die Strecke selbst ist für japanische Verhältnisse flach, über Brücken und kurze Anstiege beklage ich mich nicht mehr.

Danke fürs Lesen, Joachim

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