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Berichte & Ergebnisse 2014

Die Bahn brennt in der Harbighalle

Beitrag von Ralf Milke.

Es war eine grandiose Atmosphäre in der Harbig-Halle. Am 18./19.1. wurden die Offenen Berlin-Brandenburgischen Hallenmeisterschaften der Jugendklassen U16 und U20 ausgetragen, zusammen mit Sprint und Staffelwettbewerben der Hauptklasse und den Staffeln der Altersklassen.

Die Ausführenden vom BLV machen das richtig gut. Die permanente sehr professionelle Moderation sorgte für eine tolle Wettkampfstimmung. Diese Staffel-Meisterschaft war eine tolle Veranstaltung, hoffentlich mit Zukunft.

Die 3 x 1000 am Ende des Zeitplans waren gespickt mit Deutschen, Europa-, und Weltmeistern ein Hingucker. Es war ein Geschenk, zu sehen, wie Carsten Schlangen als Schlussläufer der LG Nord seinen 50-m-Rückstand in einen 50-m-Vorsprung umwandelte - wobei die Kontrahenten den Kilometer im Schnitt unter 2:30 liefen!

Wir hatten die Staffel der M60 am Start. Günter Lewanzik - Ewald Klammer - Reinhold Happersberger. Günter legte sehr stark vor, aber die Führung war gegen die Spezialisten vom OSC nicht zu verteidigen. In 10:53,19 wurden unsere Athleten sehr starke Vizemeister.

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Silber und Bronze bei den BBM

Beitrag von Ralf Milke.

Wir sind ja inzwischen stark vertreten beim Training in der Harbig-Halle und hatten auch 5 Starter bei den Offenen Berlin-Brandenburgischen Meisterschaften am Start, leider keine Starterin. Aber was soll's, ich selbst hatte mir auch andere Prioritäten gesetzt und war bei Windstärken bis 7 lieber 45 km über die Tempelhofer Freiheit gelaufen, bevor ich die Harbig-Halle aufsuchte. Um da zu duschen und um Ausschreibungen für den Meister aller Klassen ganz zielgerichtet zu verteilen. Und unsere Athleten laufen zu sehen. Wegen meines eigenen Trainings und des verspäteten Zeitplans ist mir vieles entgangen. Unsere Einträge in den Medaillenspiegel der BBM waren nicht schon vorher im Kalender angekreuzt, sie wurden vor Ort erkämpft: Unsere Hochachtung an Werner Frost für Bronze über 60 m in 10,64 und Ewald Klammer für Silber über 1500 m in 6:18,99.

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Berlin-Brandenburgische Meisterschaften 10km

Beitrag von Justus Habigsberg.

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Berlin-Brandenburgische Meisterschaften 10km

Irgendwie endet man bei Gesprächen über den Lauf von Falkensee nach Spandau immer beim Wetter. Zum einen ist da die ewige Frage nach dem Wind. Der kam in diesem Jahr wie gewünscht kräftig aus Westen. Zum anderen werden nach der ersten Standortbestimmung im Frühjahr auch gerne die Wetterbedingungen des Winters als Ursache einer etwaigen Lücke zwischen gewünschter und gelaufener Zeit bemüht. Der Winter sah nun aber so aus, dass die Bahn fast immer frei war, Kälte nur selten eine Rolle spielte und dazu noch Hallentrainig möglich war. Optimale Bedingungen und damit fast schon Druck Bestzeiten zu laufen.

Diesem Druck wurde standgehalten! Antonia unterbot erstmalig die 40 Minuten und wurde in 39:52 auch noch Meisterin der W45. RESPEKT! Ebenfalls erstmalig unter 40 lief Fabian, 38:31. Fotografiert habe ich ihn aber eher ausversehen, er lief in rot. Erster PSBler im Ziel war aber Gregor, ebenfalls in einer tollen neuen Bestzeit 35:10! dazu darf er sich noch über den 3. Platz in der M35 freuen (und ich habe kein Foto gemacht, sorry)

Sehr zufrieden im Ziel war auch Linda mit einer guten Zeit von 47:58, dies bedeutete dazu den 3. Platz in der W30. Dabei gehe ich ebenso von einer Bestzeit aus wie bei Simons 43:16. Auf der Strecke gut unterwegs, aber leider nicht für die Meisterschaft gemeldet, war Dieter. Mit seinen 46:32 hätte ihn das wohl den zweiten Platz in der M70 Meisterschaftswertung beschert. Ewald belegte in M65 Platz 9 und lief eine 46:32 .

Karsten durfte sich über eine Zeit unter 45 MInuten freuen, Jochen hatte es schon früh im Rennen etwas zu eilig und erreichte das Ziel in 52:54 später als erhofft. Abschließen möchte ich die Reihe der PSB Läufer wie ich sie begonnen habe, mit einer schnellen Dame! Auch sie lief der Konkurrenz davon zum Meistertitel: Bärbel freut sich über den 1. Platz in der W55 und eine Zeit von 46:52.

Es gab also für den wetterfesten Zuschauer wirklich etwas zu sehen im stürmischen Spandau und dazu kommt schon jetzt Vorfreude auf den Halbmarathon in zwei Wochen und die Bestätigung der Ergebnisse dieses Wochenendes auf. Dann hoffentlich auch wieder mit Alexander, der leider krank ausfiel und vielleicht ja auch bei Frühlingswetter.

Tut mit leid Linda,.

Kommentar von Justus Habigsberg, 18.03.2014, 11:55:

dass ich deinen 3. Platz in der Meisterschaftswertung unterschlagen habe, den ergänze ich natürlich sofort.

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Training hilft

Beitrag von Ralf Milke.

Man muss wirklich nicht zu jedem - Pups einen Bericht schreiben, und mehr als so einen hatte ich nicht abgeliefert, als ich in Kienbaum nach 55 von 100 km mit staksigen Beinen aus dem Rennen ging. Aber von mehreren wurde ich schon nach Berichterstattung gefragt, dann also doch. Schonungslos. Das Gesamtbefinden war noch ok, aber mich bei einer Straßenlaufmeisterschaft gehend über die Runden schleppen - nein, das wollte ich mir ersparen. Das war ein sehr mißratener Lauf, selbst im Training war ich besser, aber viel trainiert habe ich schon lange nicht, und dünnes Training bedeutet eben brüchige Form. Meine Erkenntnis aus dem Lauf ist keine neue, aber manchmal verdient sie, erfrischt zu werden: Training hilft. Ab jetzt wieder. Vielleicht schreibt ja Linda noch einen Bericht von außen. Niels hat parallel zum 100-km-Lauf ganz souverän die Deutsche Meisterschaft der DUV über 50 km gewonnen. Und fotografiert hat sie ja auch ganz fleißig.

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Neun um Neun

Beitrag von Ralf Milke.

Früher wurde die Berliner Marathon-Meisterschaft hochbeachtet integriert in den Berlin-Marathon durchgeführt. Reinhold hat trotz 2:26er-Bestzeit den Lorbeer nie erringen können, Holger hat es später mit einer 2:28 für den PostSV geschafft. Dann wollte die SCC GmbH nicht mehr. Die Meisterschaft wanderte zum Schlösser-Marathon in Potsdam, der sich als Sommerveranstaltung nicht halten konnte. Danach war die Meisterschaft für zwei Jahre komplett tot. Mangels Startgelegenheiten in Berlin und Brandenburg! Man muss sich das mal vorstellen, das Läufermekka Berlin, das sich als eine der Welthauptstädte des Marathonlaufs sieht, ist nicht in der Lage, eine Berlin-Brandenburgische Marathon-Meisterschaft hervorzubringen!

In diese Lücke ist der SC Brandenburg Berlin mit seinem Grunewald-Marathon gesprungen, der nun zum zweiten mal und zum ersten mal als BBM ausgerichtet wurde. Der Lauf ist handgestrickt, und für diejenigen, die noch die Marathonszene der späten 70er Jahre kennen, war es in Teilen ein Flashback. So liebevoll wie bis ins kleinste Detail damals viele Läufe organisiert waren, so war es auch beim Grunewald-Marathon. Was beim Berlin-Marathon die Blaue Linie ist, das ist beim Grunewald-Marathon die Sägespäne-Linie.

Die Strecke hat es mit aufsummiert 377 Höhenmetern Anstieg durchaus in sich. Unseren Kilometerberg vom sonntäglichen Hügeltraining darf man zwei mal herunterlaufen, aber erst nachdem man ihn von der anderen Seite aus jeweils erklommen hat. Durch geschickte Streckenführung wird von insgesamt ganzen 4 Verpflegungspunkten sowohl im Ziel als auch 11 mal auf der Strecke Getränkeversorgung angeboten. Sehr charmant sind die Preise. Das Größte und Wichtigste ist ein enormer Wanderpokal für die Mannschaftswertung, die in diesem Jahr an den SCC ging. Ansonsten gab es Preise vor allem im Jugendlauf. Natürlich nicht nur: Bärbel fand in ihrem Präsentbeutel eine rosafarbene Shampooflasche, die sie sich sonst, nach eigenem Bekunden, bestimmt nie selbst gekauft hätte. Danke auch dafür!

Es gibt ulkigerweise bei diesem Lauf über Marathon wie Halbmarathon getrennte Starts für Frauen und Männer. Nach meiner Zählung sind um 9:00 Uhr beim ersten Start 9 Frauen in den Grunewald auf ihren Marathon gegangen. Die fanden es dann schon überwiegend recht einsam auf der Strecke. Bei den Männern werden es um 9:52 wohl um die 80 Starter gewesen sein. Die HM-Frauen starteten nur 8 Minuten später, und hatten den Vorzug, das Männer-Marathonfeld aufrollen zu können. Auf ihrem Schlusskilometer überholten mich die dritt- und viertplatzierten Läuferinnen, die ersten beiden schon lange vorher. Das Procedere kann man ganz sicher überdenken. Aber vielleicht ist diese Auftrennung angesichts der Meisterschafts-Rolle doch eine nette Idee. Lustig allemal. Als das noch recht geschlossene Feld nach 2 km am Teufelssee eine entgegenkommende Nordic Walking Gruppe passierte, hörte ich "Das ist ein Männer-Marathon" von einer Walkerin. Die werden gestaunt haben, dass bis zum Schluss wirklich keine Läuferin kam.

Unseren PSB-Ergebnisbericht beginne ich vielleicht unpassend mit mir selbst, aber nur, weil ich mir die ganzen Höhepunkte ja für den Schluss aufheben möchte. Eigentlich wollte ich nicht im Grunewald laufen, weil ich eine Woche vorher schon bei den 100 km in Kienbaum am Start war. Aber dort habe ich nach 55 km aufgehört. Torsten machte mir den wunderbaren Vorschlag, dann doch gemeinsam den Grunewald-Marathon zu laufen. So haben wir's getan. Torsten bekam leider ein Hüftproblem und konnte nur noch unrund laufen, und hat nach 23,7 km beim Getränkepunkt seinen Lauf beendet. Ich lief weiter, ganz nach Gefühl, weil sowieso nur die Punkte 5, 10, 15, und 20 km markiert waren, an denen man sich auf der zweiten Runde auch wieder orientieren konnte. Meine beiden Hälften waren selbstgestoppt 1:48:15 und 1:48:10, und deswegen spare ich mir auch das Geld für einen Garmin. Mich hat der Lauf wieder mit mir selbst versöhnt, weil er als zweite Etappe gewissermaßen der fehlende Rest des 100ers war.

Jetzt aber zur Meisterschaft. Die Siegerzeit war 2:51, glaube ich, von einem jungen Läufer des SC Brandenburg, aber warten wir lieber die Ergebnisliste ab. Das Ergebnis des PSB kann man nur als Medaillenregen bezeichnen - insgesamt gab es so viele Medaillen wie Teilnehmer, und mehr Medaillen als Finisher.

Bärbel wurde Offene Berlin-Brandenburgische Meisterin im Marathonlauf und natürlich in 3:51 auch Siegerin in der W55. Ruth belegte als Siegerin der W60 in 4:21 gleichzeitig den dritten Platz der Gesamtwertung. Beide hatten nach absolviertem Marathon noch zwei schwere Medaillen um den Nacken davonzuschleppen. Dieter lief starke 4:17, aber musste als Zweiter Franz Feddema den Meistertitel in der M70 überlassen. Manfred hatte ein hartes drittes Drittel der Strecke zu bewältigen, aber war in 3:49 in der M65 unerreichbar.

Am Rande klang an, dass es schwierig ist, einen Lauf wie diesen im Einklang mit dem Forstamt durchzuführen. Das ist bizarr. Viele der Starter wären ohne den Marathon sonst auch an diesem Wochenende auf den festen Wegen im Grunewald laufend unterwegs gewesen. Unter den Tausenden, die dort zu Fuß oder per Rad unterwegs sind, sind sie eine verschwindend kleine Gruppe, und der Einfluß einer auf die Brust einer laufenden Person gehefteten Nummer auf die umgebende Fauna und Flora muss wohl noch erforscht werden. Über mir jedenfalls flog auf meinem Schlusskilometer der Schwarzspecht von der Roten Liste mit lautem "rrrib-rrrib-rrrib" in seinem Revier, das direkt den Sportanlagen angrenzt, und für mich hat er sich garantiert Null interessiert.

Der 2. Grunewald-Marathon des SCB ist eine wunderbar mit viel Liebe und vielen Helfern, auch vielen jungen, organisierte Laufveranstaltung, die hoffentlich Zukunft hat. Die Geistesverwandschaft mit unseren eigenen Veranstaltungen, was Orientierung auf das Wohl der individuellen Läufer (vgl. Havellauf) als auch Reduzierung auf den Kern des Laufsports (vgl. Meister aller Klassen) angeht, ist unübersehbar.

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04. Mai 2014

Beitrag von Jutta Kolberg.

BIG 25 Berlin am 4. Mai 2014 – Halbmarathon oder nicht Halbmarathon, das ist hier die Frage -

Nachdem ich vor 2 Jahren die Option Halbmarathon im Rahmen der Veranstaltung wahrgenommen habe, startete ich nach Carstens heftiger Kritik im Vorjahr über die 25 km, um mir selbst eine Meinung vom Sinn oder Unsinn der Halbmarathonalternative zu bilden. Ich denke, man sollte sie beibehalten. Natürlich wird es beim Aufeinandertreffen der beiden Strecken deutlich voller mit Läufern unterschiedlichsten Leistungsniveaus (eingestreut laufen ja immer auch die Staffelläufer mit). So eng wie beim SCC Marathon oder SCC Halbmarathon wird es selbst in meiner Leistungsklasse jedoch noch nicht und – man sehe es mir nach – es macht auch Spaß und motiviert, das Feld wieder von hinten aufzurollen. Für viele ist der SCC Halbmarathon Anfang April wegen seiner Fülle keine Option mehr, einige, so wie ich vor 2 Jahren, können krankheitsbedingt nicht starten. Warum sollte man diesen Läufern die Möglichkeit eines weiteren großen Stadtlaufes über diese Distanz im Frühjahr nehmen ? Bei aller Nostalgie hinsichtlich der früheren Streckenführung des Laufes und seiner Exklusivität über die 25 km-Distanz, man kann auch mit diesem Laufevent leben und es mit seinem Highlight, dem Einlauf in das Olympiastadium, trotzdem genießen.

Hier die Ergebnisse, soweit ich sie bei denen, die im Gegensatz zu mir ihren Verein angege-ben haben (sorry reine Schusseligkeit), gefunden habe :

Linda Michalk : 2:14:42, Platz 28 der AK 30, Carsten Schultz : 1:42:33, Platz 9 der AK 45, Manfred Kretschmer : 1:58:55, Platz 5 der AK 65, Karsten Papenbrock : 2:00:48, Platz 94 der AK 50, Dieter Segebart, 2:07:43, Platz 2 der AK 70, Heinz Junkes : 2:19:25, Platz 289 der AK 50, Jutta Kolberg : 1:57: 48, Platz 3 der AK 50.

Frank Blankenfeld ist über die 10 km-Strecke mit einer – nach langer Verletzungspause – Superzeit von 41:58, Platz 9 der AK 45, gestartet.

Wenn ich jemanden übersehen oder vergessen habe, möge er es mir nachsehen und sich melden.

Kommentar von Ralf Milke, 04.05.2014, 18:16:

7 Läuferinnen und Läufer aus unserem Verein im Ziel der 25 km.

Null im Ziel des Halbmarathons.

Ist das nicht Antwort genug auf die fragwürdige Berechtigung dieses aufgesetzten Mitfinanzierungs-Events?

Sofern sportliche Kriterien diskussionswürdig sind.

Dir Jutta, ganz fette Gratulation: 1:57 ist super und Poiumsplatz ganz verdient.

Ralf

Kommentar von Carsten Schultz, 05.05.2014, 23:48:

Hallo Jutta,

Glückwunsch zu der guten Leistung und dem Treppchenplatz!

Schön, dass es Dir trotz oder vielleicht auch wegen der zu überholenden Läufer aus dem anderen Lauf Spaß gemacht hat. Mir wieder nicht.

Gruß

Carsten

WIR SIND SIEGERIN

Kommentar von Ralf Milke, 23.06.2014, 21:58:

Erst jetzt aufmerksam gemacht worden: Acht waren im Ziel der 25 km, und eine hat sogar i-h-r-e A-l-t-e-r-s-k-l-a-s-s-e g-e-w-o-n-n-e-n: Ruth Suhr auf Platz 1 in der W60 in 2:17:57.

Ruth, unkaputtbar. Ganz tolle Leistung!

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Marathon am 4. Mai 2014

Beitrag von Antonia Maecker.

Am vergangenen Sonntag fand (leider) zeitgleich mit dem 25km Lauf von Berlin der 29. Haspa Hamburg Marathon statt. Einige PSBler kennen ihn ja schon, vor zwei Jahren haben sehr erfolgreich Justus und Gregor daran teilgenommen. In diesem Jahr wollten eigentlich drei PSB-Frauen beim Hamburg-Marathon an den Start gehen, aber, Ihr wisst ja alle, bei einer längerfristigen Marathonplanung verhindern nicht selten Verletzungen oder wichtige Termine eine Teilnahme. Da auch mein Freund Haile leider, leider trotz grosser Vorankündigungen nicht an den Start gehen konnte, blieb mir nichts anderes übrig als mich alleine auf den Weg in den Norden zu machen.

Am Tag vor dem Marathon, am Samstag, strahlte die Sonne vom klaren blauen Himmel, bei eher frischen Temperaturen, also optimale Bedingungen zum Laufen. Gleich nach dem Aufstehen schnürte ich sofort meine Laufschuhe, um eine kleine lockere Runde an der Elbe entlang Richtung Fischmarkt zu drehen und mir einen ersten Eindruck von der Marathonstrecke zu verschaffen. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es dann per S-Bahn Richtung Messehallen zur Marathonmesse, wo sich auch gleichzeitig auf der Karolinenstraße Start- und Zielbereich befinden. Dort bin ich, was man ja gaaaar nicht machen soll, ewig lange auf der Messe rumgelatscht, habe mir ein Krombacher (alkoholfrei!) nach dem anderen reingezogen und mir später noch meine vorbestellte Pastaportion abgeholt. Es gab eigentlich auf der Messe nichts zu sehen oder zu kaufen, was man nicht auf jeder anderen Marathonmesse hätte sehen können, aber das gehört wohl dazu. Am frühen Abend habe ich noch einen Abstecher zum "Michel" gemacht, wo ich den Aufzug den Treppen vorgezogen habe, ein paar Kräfte für den morgigen Tag sparen, kann nicht schaden.... Von oben hat man einen grandiosen Ausblick über ganz Hamburg (der Himmel war immer noch klar und wolkenlos).

Früh am nächsten Morgen war der Himmel überhaupt nicht mehr blau, sondern es sah eher ziemlich trüb und grau aus. Laut Vorhersage waren ca. 13 Grad bei einem Sonne/Wolken-Mix angesagt. Optimistischerweise bin ich davon ausgegangen, dass es im Laufe des Tages bestimmt aufklaren wird. Ich bin also in mein dünnes, kurzes Hemd (in Gelb!) geschlüpft.

Gegen 8.15 Uhr musste ich mich von allen meinen Daunenjacken verabschieden, warum nicht die Wartezeit mit etwas nützlichem verbinden und sich am Dixie-Klo anstellen...? Ich muss wohl sehr durchgefroren ausgesehen haben, denn ohne dass ich jemanden darum gebeten hätte, wurde mir eine riesige und schwere (aber wärmende) Herrenjacke für 10 Minuten auf meine Schultern gelegt....

Jetzt aber zum Marathon: Um 9.00 fiel der Startschuss. Spätestens da stellt sich die Frage: Welches Tempo soll man angehen??? Was ist realistisch? Da ich in den letzten Wochen nicht übermässig viel trainiert hatte, auf alle Fälle deutlich weniger als vor dem letzten Berlin-Marathon, hatte ich mir vorgenommen, eine Zeit von 3:10h auf alle Fälle zu versuchen, mit dem Risiko, gegen Ende hin eventuell einzubrechen oder das Tempo, wenn es gut laufen sollte, zu halten. Der erste Kilometer war optimal mit 4:32 min, ich lief ein relativ konstantes Tempo, etwas schneller werdend, bei der HM-Marke zeigte meine Uhr eine Zeit unter 1:32h. Ich fror leider immer noch, es waren mir eindeutig ein paar Grad zu wenig, bei sonst gutem Allgemeinbefinden. Nicht selten frischte auch noch der Wind auf, so dass es einem zeitweise noch kälter vorkam. Ab km 25 lief ich ohne auf die Uhr zu gucken und genoss die Stimmung. Die Zuschauer an der Strecke waren sehr begeisterungsfähig und waren trotz des kalten Wetters in Massen auf den Beinen. Besonders gute Stimmung herrschte an den Landungsbrücken, dann an der Binnenalster und ab Kilometer 31 durchgängig bis zum Ende (wenn ich nicht da schon im Runners High gewesen bin). Ganz fantastisch war es besonders in Eppendorf zwischen km35 und 37 (von Einbruch keine Spur) und natürlich auf den letzten zwei Kilometern (langsam wurde es etwas anstrengend). Jedenfalls realisierte ich erst bei Kilometer 38, dass ich mich auf eine neue Bestzeit freuen könnte, das setzte natürlich zusätzlich zur gereichten Cola neue Kräfte frei!

Mit einer Zeit von 3:06:20 h überquerte ich die Ziellinie, durchgefroren, aber glücklich!

Zum Glück war das Verpflegungsbuffet in den Hallen und nicht draussen, wo ich mir als erstes vier bis fünf Becher heisse salzige Brühe genehmigte! Nach einer heissen Wanne zuhause hatte das Frieren endlich ein Ende!

Es war ein sehr schöner Marathon in Hamburg, den ich nur weiterempfehlen kann und bestimmt auch selber ein weiteres Mal laufen werde.

Meine persönlichen Tipps für einen Marathon: 1) Keine Pasta Party am Freitag Abend. 2) Kein Blutspenden in der Woche vor dem Marathon. 3) Kein langer Lauf am Wochenende davor. 4) Kein "Greif"-Laufbuch lesen, wenn doch, die Ratschläge nicht befolgen!

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Spendenlauf Deutsche Kinderrheumastiftung 24.05.2014

Beitrag von Jutta Kolberg.

Spendenlauf der Deutschen Kinderrheuma-Stiftung am 24. Mai 2014

Nach all den Großveranstaltungen der letzten Wochen soll an dieser Stelle ein Laufevent Erwähnung finden, das zwar nicht durch Rekorde und ein riesiges Läuferfeld, dafür aber durch die Anwesenheit sympathischer Prominenz und - wie ich finde - eine sehr nette, entspannte Atmosphäre glänzte, und noch dazu einem guten Zweck diente. Mitinitiiert und unter großem persönlichen Einsatz von Ruth Suhr auch organisiert fand am Samstag im Grunewald der Spendenlauf der Deutschen Kinderrheuma-Stiftung statt. Als prominente Mitläufer bzw - walker konnten die Skilegenden Rosi Mittermaier und Christian Neutheuter gewonnen werden, die sich mit guter Laune, ohne jegliche Starallüren in die Veranstaltung einbrachten, den Lauf selbst mehr oder weniger ambitioniert absolvierten und ihre Mitläufer und das staunende Publikum mit durchaus launigen Sprüchen unterhielten. Start und Ziel des Laufes war das Helios-Gelände im Grunewald, das sich mit seiner schöner Anlage, dem Bistro darauf und den durch den Helios-Lauf als Helfer erprobten Vereinsmitgliedern, die Ruth und Bernhard, der die Logistik vor Ort übernommen hatte, zur Seite standen, sehr gut für kleine, aber feine Laufveranstaltungen eignet. Die Strecke entsprach der des Helioslaufes (ohne die Stadionrunde), führte also über leichte Hügel etwa 10 km durch den Grunewald. Die Wetterbedingungen waren abgesehen von einer leichten Schwüle ideal, da Gott sei Dank die große Hitze der letzten Tage nachgelassen hatte. Unter den ca. 150 Läufern und Walkern waren neben Ruth und mir noch weitere Pro-Sportler am Start und am Ende des Tages wohl auch ganz zufrieden mit ihren Leistungen. Regina Vollbrecht lief mit Ralf Milke als Guide nach längerer Verletzungspause und ohne Tempotraining schon wieder 45:52 Minuten. Sie belegte den 4. Platz bei den Frauen und zeigte damit, dass es jetzt wieder aufwärts geht. Linda Michalk wurde 6. Frau mit einer Zeit von 47:53 Minuten, was wohl persönliche Bestzeit gewesen sein dürfte (so genau weis man das nicht, da die Strecke so um die 400 Meter zu kurz war). Karsten Papenbrock kam mit 43:59 Minuten drei Sekunden vor mir ins Ziel. Heinz Junkes und Ruth scheinen zusammen gelaufen zu sein und kamen mit 53:37 bzw. 53:40 Minuten ganz entspannt ins Ziel getrabt. Es folgten Jochen Klose mit 59:08 Minuten, Ugo Angelini (nach langer Zeit wieder bei einem Laufwettbewerb dabei) mit 1:03:16 Minuten und Werner Fest walkend mit 1:10:05 Minuten Am Ende gab es dann noch kostenlos Eis für alle und alle saßen friedlich schleckend auf dem Rasen und hätten wohl nichts gegen eine Fortsetzung dieser Veranstaltung, vielleicht dann auch mit etwas größerer Resonanz in der Berliner Läuferszene.

Jutta Kolberg aus Plakias, Kreta

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Gelbe Gefahr für den Ü55-Rekord?

Beitrag von Manfred Kretschmer.

Himmelfahrt, eigentlich ein kirchlicher Feiertag, wurde wieder einmal ein sportlicher Feiertag für unsere Gelbhemden. Aber der Reihe nach.

Wie in den letzten Jahren immer wieder, wurde ich am Anfang des Jahres von verschiedenen älteren Mitgliedern auf eine eventuelle Beteiligung an der diesjährigen Himmelfahrtsstaffel über 10x10 km angesprochen.

Also habe ich alle in Frage kommenden Ü60-Läufer angesprochen und die Resonanz war zum Anfang so gut, dass wir 11 männliche Starter hatten. Aber, wie auch in den vergangenen Jahren, schrumpfte die Zahl wegen einer bevorstehenden OP (Dieter), wegen Krankheit (Dietmar) und wegen eines Unfalls (Günter Becke) auf acht Teilnehmer. Da war guter Rat teuer; aber ich weiß nicht genau wer das war, aber jemand hatte die Idee, dass wir ja eine Staffel Ü55 zusammen bekommen würden, wenn wir einige „Nachwuchskräfte“ integrieren würden (Klaus Hertel und Reinhard Röcher); somit waren wir wieder 10. Und, dies war nicht ganz unwichtig, lag die Rekordmarke bei der Ü55 nur um 3 Minuten unter der von uns aufgestellten Ü60-Zeit (es war also eine durchschnittliche Zeit für jeden von 47 Minuten zu unterbieten). Die angepeilten Zeiten der einzelnen Läufer ergaben im Vorfeld ca. 12 Minuten unter der bestehenden Rekordmarke; eigentlich ein schönes Polster.

Doch der Verletzungsteufel hat noch einmal zugeschlagen und es hat diesmal Günter Lewanzik erwischt, der ein paar Tage vorher absagen musste. Aber wir sind nicht ein reiner Männerverein, sondern haben natürlich auch gute Frauen (die auch starten dürfen), so dass regelgemäß Bärbel einspringen konnte und unserem Start stand nichts mehr im Wege.

Zuerst startete also um 9:00 Uhr bei sehr kühlen Temperaturen Bärbel und sie lief gleichmäßig, wie immer, ein paar Sekunden unter dem geforderten Zeitdurchschnitt. Als Zweiter lief Werner Frost, der seine vorherige Einschätzung von 53 Minuten um knapp 2 Minuten unterbot; somit waren wir im Soll. Friedhelm Holz, unser neues Mitglied startete als Dritter. Er war mit seiner Zeit von 49 Minuten nicht zufrieden und weiß nicht woran es lag. Nun übernahm Reinhard den Staffelstab, der vorher ein wenig Angst hatte, ob auch seine Achillessehne und alle anderen Sehnen und Muskeln halten würden. Aber er kämpfte sich mit 46 Minuten gut durch. Es folgte unser „ältester“ Läufer, Horst, der mit fast 74 Jahren und gestählt durch einige lange Wettkämpfe noch eine Superzeit hinlegte: 48 Minuten !!!.

Wir waren also bei Halbzeit knapp 6 Minuten über unserem vorher errechneten Zeitplan, und Ewald, der inzwischen auch schon vor Ort war, beklagte eine Erkältung, die wohl auch keine gute Zeit erwarten ließ. Oh weh, oh weh.

Aber bange machen galt nicht. Reinhold, zwar durch sein Trainingslager nicht in Bestform, erreichte noch gute 44 Minuten. Nun folgte ich mit zwar ganz guten Trainingsleistungen, aber Wettkampf ist doch noch etwas anderes. Mit 45 Minuten erreichte ich zwar meine geplante Zeit, hatte aber bei Kilometer 8 einen großen Schreck bekommen, da auf es einmal in der Achillessehne stark schmerzte; glücklicherweise ging es nach ein paar ruhigen Metern wieder ganz gut, so dass ich Peter Haase den Stab überreichen konnte. Peter, auch vorher ein wenig ängstlich, ob er gut über die Runden kommt, erledigte sein Pensum mit knapp 47 Minuten hervorragend.

Wir waren immer noch über dem Limit. Aber wir haben ja nicht umsonst auf unseren „Nachwuchs“ gesetzt. Klaus Hertel, lief, wie gewohnt sehr schnell an, und hielt dieses Tempo bei 40 Minuten bis zum Schluss und damit war klar, dass wir den Rekord unterbieten würden. Zum Schluss konnte Ewald, trotz seiner Erkältung, noch mit 47 Minuten den alten Rekord mit 3 Minuten brechen.

Als erster Gratulant war Horst Wodke, noch vorher Mit-Rekord-Inhaber der Ü55 und damals noch beim SCC zur Stelle und gratulierte uns.

Nach Urkunden- und Medaillen-Übergabe war die Freude natürlich sehr groß.

Dank sagen möchte ich noch dem Veranstalter Claus Wilutzky und seinen vielen Helfern, die eine gute und liebevoll organisierte Veranstaltung organisiert haben.

Manfred

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Ein Hauch von See

Beitrag von Ralf Milke.

Der Wind, der Wind, das himmlische Kind.

Fast zwei Wochen vor dem Tollenseseelauf hatten wir bereits unser Paket geschnürt. Völlig ungewöhnlich für mich. Und ich weiß auch warum ich eigentlich immer letzte Sekunde bin. Später kommt alles nämlich immer wieder anders.

2 Staffeln bei den Männern, eine bei den Frauen, dazu diverse Einzelstarts. So die Planung. Dann wurde einer krank und ein anderer stürzte mit dem Rad. Im Zug war eigentlich dann alles klar, es geht haarscharf auf.

Dann gab es noch eine Umbesetzung zwischen zwei Uckermärkern, die wir aus der öffentlichen Wahrnehmung fernhalten. Aber das war alles nur Geplänkel, denn beim Schnüren der Rennschuhe ploppte bei CarstenP die Bandscheibe, und das war's. Frederic bügelte später die Leerstelle aus. Muss man sich mal vorstellen: Nachdem er die Königsetappe für unsere erste Mannschaft gelaufen war, musste er plötzlich noch mal ran, bergauf und -ab, für die zweite Mannschaft. Hat er gemacht. Chapeau! Und dann zurück zu Fuß!

Während der Zielraum sich allmählich auf den Sieger im Marathon einstellte, zogen schwarze Wolken auf mit Böen, die einige Zeltdächer z.B. von Grillständen abdeckten. Auf der Strecke haben die Läufer dieses Wetter-Zwischenspiel je nach Ort anders erlebt. Im Zielbereich folgte dem kurzen Sturm nur Schnürlregen für eine gute halbe Stunde, und dann war alles wieder schön.

Wir hatten an diesem Tag für unsere PSB-24-Staffeln die passenden Staffelnamen. "Der Wind ist dein Freund II" wurde um Sekunden geschlagen vom Hochschulsportverein Neubrandenburg Zweiter. "Der Wind ist dein Freund I" kam auf Platz 10. Unsere Frauenstaffel "Die Windin ist deine Freundin" landete leider knapp auf Platz 4.

Wenn Antonia auch Zeit und Gelegenheit zu einem Doppelstart gehabt hätte, dann hätte es bestimmt aufs Podium gereicht. Antonia war neugierig auf den Halbmarathon, und zurecht: In 1:32 holte sie sich den Gesamtsieg und einen Pokal, der gerade noch in den Regionalexpress passte.

Der Tollenseseelauf war wieder fabelhaft organisiert. Das Team von der Taschenaufbewahrung war ein ganz netter Gastgeber für unseren Cooper, so lange wir unterwegs waren. Im Ziel war immer Stimmung. Die Siegerehrungen sind nur so geflutscht. Der "Härteste im Norden" hat sich als der Schönste, am präzisesten und liebvollsten im Norden Organisierte empfohlen. Unübertroffen.

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Ultra oder was?

Beitrag von Ralf Milke.

Niemals je hatte ich in meinem Leben so weit laufen wollen, aber dann liefen die Mauerwegläufer bei ihrer Premiere 2011 an unserer Haustür vorbei. Obwohl ich noch lange keine Trainingsmotivation zurück hatte, war das ein Stich ins Herz.

Dieses Erlebnis war ein starker Teil meines Antriebs, als ich mich mit Regina auf das 100-km-Unternehmen aufmachte. Dann folgte ein Jahr des Lernens aus Misserfolgen, aber aus denen lernt man ja auch am meisten.

Mein lange erklärter Zielwettkampf für 2014 war der Mauerweglauf über 100 Meilen (genauer 162 km). Wir hatten richtig Glück mit dem Wetter. Die Hitze war vorbei. Einzelne kurze Wolkenbrüche kann man im Lauf eines langen Tages hinnehmen.

Start war am Samstag um 6:00 am Jahnsportplatz. Dieses Jahr ging es im Uhrzeigersinn um das frühere Inselberlin. Die Strecke besticht durch ihre immer wieder wechselnden Untergründe. Auf den ersten 65 km war ich eine Spur zu schnell, aber noch voll im Rahmen. Dann kam ich an der eigenen Haustür vorbei in eine Krisenphase. Vielleicht ja verbunden mit der Erinnerung ans letzte Jahr, als ich hier schlappmachte. Bei der Meierei in Potsdam setzte ich mich zur Trinkpause erstmal hin, genau wie letztes Jahr, und dachte schon ans Schlimmste, aber als ich wieder aufstand und losging hatte ich mit einem mal wieder Kraft in den Beinen. Nur einen Kilometer weiter setzte wie auf Knopfdruck ein heftiger Sturzregen ein. Alle Läufer in Sicht packten hastig ihren Regenschutz aus, aber so was hatte ich gar nicht dabei. Meine Bekleidung war Peter Spahns Costa-Calma-T-Shirt. Wieder ein kurzer Moment der Verunsicherung, war ich viel zu naiv in diesen Lauf gegangen? Aber dann merkte ich, dass der laue Regen sich gar nicht unangenehm anfühlte und schon kam wieder die Sonne hervor.

Beim Mauerweglauf wird man wunderbar versorgt aus Verpflegungsständen, die sehr liebevoll betreut werden. "Eine Mischung aus Familiarität und Professionalität", wie der Initiator, Mitveranstalter und Mitläufer Alex v. Uleniecki es bei der Siegerehrung ausdrückte, einen anderen Teilnehmer zitierend. Und exakt so ist es.

Ich gestaltete meinen gesamten Lauf als einen ganz langen persönlichen Staffellauf von Posten zu Posten. Immer wieder dachte ich, so kann es doch nicht weitergehen, und immer ging es doch wieder so weiter. Es war ein ständiges in mich Hineinhören, 100 Jahre Lauf-ABC, und mich nicht klagen hören wollen.

Man glaubt nicht, wie unsagbar häßlich der Mauerweg auf dem Weg zurück in die Stadt ist, nachts zwischen 2 und 3. Kanalartige Rumpelwege, als ob die Mauer immer noch da wäre. Als mir dann aber klar war, eine Stunde vor Jahnstadion, dass nichts mehr schiefgehen würde, und dass ich den längsten Lauf meines Lebens besser absolvieren würde als ich es mir verdient hatte, gingen die Füße sogar wieder wie auf den ersten Kilometern. Am Schluss gab es 350 m auf der Bahn und die Schritte wurden immer länger.

21:27 macht mich glücklich, ist verglichen mit der Elite Mittelmaß, ist verglichen mit dem Mittelmaß eine tolle Zeit. Verglichen mit meinen Trainingsumfängen, die sich eher bei den Empfehlungen für Marathoneinsteiger bewegen, ist dieses Ergebnis eine Provokation. Ich habe sehr viele langjährige, fast lebenslängliche Erfahrungen genutzt, um nach 162 km ohne ausreichendes Training noch locker zu laufen. Damit ist mein Projekt "Ultra ja - aber ohne Training" an sein natürliches Ende gelangt.

Ab jetzt muss ich wieder Trainieren. Erstens für die 800-m-Hallenmeisterschaften der M50, zweitens für den Baltic Run an die Ostsee, zu dem ich angemeldet bin...

Ich danke ganz besonders allen, die extra für mich an die Strecke gekommen sind, Alexander und Fréderic mit Familie, Carsten und Torsten mit Fahrrad, und Gabi mit Begeisterung.

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Nach Rio oder Afrika

Beitrag von Ralf Milke.

"Das muss auch mal sein", sagte Walter Wagner von Laufreport.de, als er uns nach dem Ziel fotografierte. Er weiß sehr gut, wovon er spricht. 3:20 war das Ziel und acht Minuten mussten wir uns draufpacken auf der zweiten Streckenhälfte.

Regina hatte sich früh um Guides beim Frankfurt-Marathon bemüht, und wir haben ja gute Verbindungen, aber letztlich blieben nur kalte Füße. Zum Glück ist Patrik gerade so sehr in Mainz zuhause. Er übernahm die ersten 20 km und ich den Rest. Patrik leistete seinen ersten Wettkampfeinsatz als hätte er das immer schon getan.

Es war also kein reines Erfolgserlebnis. Regina meinte in den ersten Stunden nach dem Lauf, es wäre ihr schlechtester Marathon gewesen. Aber der Zeitpunkt der Bewertung kommt erst später. Klar war es nicht ihr Tag. Schon vor Hälfte der Strecke war das offenbar. Im Training war das Tempo ok, aber im Wettkampf ließ es sich nicht abrufen. Stark war das Durchbeißen.

Andere Facetten treten dafür in den Vordergrund. Regina hatte einen schönen Artikel mit Bild im Programmheft zum Marathon, und wir haben aus dem Vielvielfachen Zuspruch unterwegs auf der Strecke von überholenden Mitläufern gemerkt, wie sehr der Artikel aufgenommen wurde. Direkte Ansprache kam auch vom Sportlern aus dem Ausland, z.B. den Niederlanden und aus Norwegen, die genug deutsch verstanden, und die Regina mit ihrem Namen beim Überholen anredeten.

Die beiden größten Tageszeitungen in Frankfurt, die FAZ und die Frankfurter Rundschau hatten umfangreiche Beilagen drucken lassen mit Artikeln über Regina. Diese waren offenbar auch gelesen worden. Es gab viele Zurufe von Passanten oder auch aufgeschnappte Wortfetzen wie "das ist die Blinde". Der ausgebliebene sportliche Erfolg (in eng begrenzten Zahlen) war also trotzdem nicht erfolglos.

Für uns beide war es sehr schön, im Athletenhotel gleich neben Start und Ziel kostenfrei untergebracht zu werden, und auch für Patrik, der unsere Dusche mitnutzen konnte. Es ist eine fabelhafte Atmosphäre. Alle anderen waren ja auch dort, die ganzen Äthiopier und Kenianer, Dieter Baumann, Kathrin Dörre-Heinig, Arne Gabius, die neuen Schnellen, viele andere noch mit diversen Rollen. Sobald man aus dem Aufzug tritt, stößt man auf die Weltklasse.

In der Lobby war ein äthiopisches und ein kenianisches Nest erkennbar. Läufer mit Namen hatten auch Frauen und kleine Kinder dabei. Was ganz unerwartet kam: Als ich mit Regina nach dem Lauf zurück zum Aufzug ging, wendete sich die ganze weibliche äthiopische Truppe uns zu, kopfnickend und zulächelnd, und als wir nach dem Duschen zum Auschecken an den Kenianerinnen vorbeigingen war es ähnlich. Ganz tolle Sportlerinnen! Regina reist jetzt erst mal nach Uganda, und dann sehen wir weiter.

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SoftCross BBM

Beitrag von Ralf Milke.

Die Berlin-Brandenburgischen Crosslaufmeisterschaften 2014 fanden im Heinrich-Laehr-Park in Zehlendorf statt.

Der Heinrich-Laehr-Park ist eigentlich gar kein Park, sondern ein handtuchartig aus der Welt geschnittenes Wäldchen, das im Süden von Zehlendorf liegt.

Der sogenannte Park wird von breiten befestigten Wegen durchzogen, auf denen die Meisterschaft ausgetragen wurde. Es war also auch kein Crosslauf.

Na gut, man macht Kompromisse im Leben.

Es gab eine große und eine kleine Runde. Mit den Frauen sollte man immer anfangen. Victoria Brandt (SCC) lief bei der Mittelstrecke nur auf Platz 4, aber gewann kurz danch die Landesmeisterschaft auf der Langstrecke. Mares-Elaine Buchhauser (SCC), die früher im BSV92 die Trainingsbahn mit uns geteilt hat, wurde nach dem Meisterschaftsgewinn auf der Mittelstrecke zweite über die Langstrecke. Sie heißt jetzt neuerdings Strempler mit Nachname, wie ihr Partner und Trainer.

Bei den Frauen mit größerer Entfernung vom Frischlingsalter legte Birgit Unterberger (OSC) die Latte auf. Sie gewann von Anfang an unbedrängt mit großem Vorsprung. Bärbel Rennung hatte noch den Rursee-Marathon in den Beinen, und war noch nicht wieder richtig schnell, aber den Sieg in der W55 konnte ihr keine nehmen. Mit einer sehr beeindruckenden Lockerheit lief Elisabeth Westphal (LG Nord) zu ihrem Sieg in der W60.

Bei den Männern räumte Hannes Liebach (SCC) mit einem Doppelsieg auf Mittel- und Langstrecke ab. Auf der Langstrecke war lange eine 3er-Spitzengruppe unterwegs gewesen. Christian Krannich (NSF) musste auf der Schlussrunde die Lücke aufreißen lassen, der Havellauf-Sieger Volker Goineau ((jetzt ART Düsseldorf) schon etwas früher.

In der AK der Männer setzte der überragende Mittelstreckler Hubert Leineweber (OSC) als Sieger den Maßstab, selbst ein hervorragend aufgelegter Sven Kersten (OSC) konnte den Anschluss nicht halten.

Von unseren ProSportis war vor allem die M65 und M70 stark besetzt. Bei den 65ern dominierte eindrucksvoll Dieter Kollhammer (Marathonia), den einige vielleicht vom Training an der TU Sporthalle am Grunewald kennen. Nach Jahren permanenter Bestform hat er sich jetzt auch ins Wettkampfgeschehen zurückgemeldet, und ist eine Klasse für sich.

Ewald Klammer lief dahinter ein sehr mutiges Rennen und führte über zwei von drei Runden eine große Gruppe in seinem Rücken, in der sich unter anderem der unverwüstliche Wilfried Köhnke befand. Auf der dritten Runde zogen die Konkurrenten vorbei, aber es war trotzdem ein gutes Rennen von Ewald, und gibt gute Hinweise für die Hallensaison.

Dieter Segebart hatte sich zuletzt eher dünne gemacht, aber jetzt bei seinem Heimspiel in Zehlendorf ließ er die Katze aus dem Sack. Vor den Altmeistern Detlef Lasse und Günter Hallas holte er sich die Meisterschaft. Mit den Worten "Vierter ist scheisse" bog Werner Frost auf die Zielgerade.

Einige frühere Trainingskameraden waren auch dabei. Robert Vollmert gewann mangels Gegnern die M35, Olivier Gill wurde 5. der M50 und Wilfried Jackisch nach langer Verletzungspause 2. der M60. Mit Matthias Weis (LTC) und Karl Mascher (SV Tegel) waren auch zwei von Reginas regelmäßigen Guides im Rennen und bewiesen gute Form.

Als Rudi Huke, Jg. 1938, ins Ziel lief, war die Veranstaltung beendet. Jetzt endlich durfte die übereifrige Streckensperrerin im Auftrag des BLV ihre Position verlassen.

Ganz große Gratulation an Bärbel und Dieter für ihre Siege bei der Landesmeisterschaft!!

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Zum 7. Mal Nikolauslauf mit PSB 24 Teilnahme

Beitrag von Manfred Kretschmer.

Auch in diesem Jahr ist wieder eine kleine Reisegruppe in Richtung Tübingen aufgebrochen. Auch wenn viele einzeln angereist sind, so haben wir uns zu einer Probe-Lauf-Runde und zu einem Abendessen alle gefunden.

Für die meisten von uns ist ja dieser Nikolauslauf nichts Neues mehr, aber die Herausforderungen stehen in jedem Jahr unter einem anderen Stern.

Unter keinem guten Stern stand vorher leider das Veranstalterteam mit seinen Helfern: ein Helfer ist von einer Anlegeleiter gestürzt und verlor dabei einige Zähne und erlitt einen Jochbeinbruch. Wir können nur Hoffen, dass der Helfer diesen Unfall gut über windet und wünschen von dieser Stelle alles Gute.

Und so ist es auch zu erklären, dass Patrik nach Erkrankung und kaum Training "nur" eine Zeit von 1:35h erreichte. Auch Carsten hatte diesmal mit dieser Strecke seine Probleme und war deshalb mit seiner Zeit von 1:37h nicht zufrieden. Das Gleiche gilt für unseren Trainer/Organisator Ralf, der wegen Rückenprobleme sich zwar tapfer durchkämpfte, aber mit seinen 1:43h unter seinen sonstigen Möglichkeiten blieb.

Nun waren aber noch drei weitere Starter dabei.

Hier ist unser Heinz lobenswert zu erwähnen, der seine eigene Schallmauer von 2 Stunden auf dieser sehr hügligen Strecke (ca. 400-Höhenmeter)klar unterbieten konnte: 1:57h waren super.

Der Schnellste unserer Teilnehmer in diesem Jahr war bei seinem ersten Start in Tübingen Frederik. Er benötigte nur 1:25h und war damit in dem traditionell stark besetztem Teilnehmerfeld 70. und in seiner Altersklasse 7.

Auch der Autor dieser Zeilen war mit seinem Ergebnis zufrieden, die Zeit hatte ich mir allerdings um 2-3 Minuten schneller vorgestellt: 2. Platz in der Altersklasse mit 1:42

Zum Schluss nun noch die Gewinner mit ihren Zeiten, damit jeder weiß, wie er die Trainingspläne von Ralf noch besser umsetzen sollte, um ganz zur Spitze zu gehören: Männer: 1. Arne Gabius in 1:08h aus Tübingen 2. Marcus Schöfisch in 1:22h aus Erfurt Frauen: 1. Anais Sabrie in 1:22h aus Tübingen 2. Hannah Arndt in 1:25h

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Ewig währt am längsten

Beitrag von Ralf Milke.

So ein Jahresende, wenn vielerorts der Betrieb still steht, ist ein guter Zeitpunkt, sich zu besinnen. Was kommt, wissen wir nicht, hoffentlich Gutes. Die ungewisse Zukunft wächst auf dem Substrat der Vergangenheit über das dürre Gras der Gegenwart hinaus, das sich aber gerade tief im Schnee versteckt. Gewissheit haben wir nur beim Blick zurück. Da kommt es doch wie gerufen, dass der Berliner Leichtathletik-Verband eine neue ewige Bestenliste "Die 100 Besten aus 100 Jahren" veröffentlicht hat. Im schwierig zu überblickenden Straßenlaufbereich ist diese Bestenliste nicht ganz fehlerfrei, aber trotzdem eine fabelhafte Quelle auf der Suche nach altem, neuem und unvergänglichem Glanz.

http://leichtathletik-berlin.de/ergebnisse/die-besten-100-aus-ueber-100-jahren-la-berlin.htm-0

Wir haben allen Grund zu stolz geschwellter Brust: Unsere "beiden" Vereine - der Post SV und der Pro Sport 24 - haben eine Menge Einträge in der Chronik des Laufsports in Berlin hinterlassen. Sechs Läuferinnen sind in den ewigen Bestenlisten mit ihren Einzelleistungen aufgeführt, allen voran Imke Klocke mit fünf Platzierungen über Strecken von 10000 m Bahn bis Marathon, der 20.-besten Zeit im Halbmarathon (1:21:41) und der 28.-besten aller Zeiten im Marathon (2:53:33), was allerdings leicht nach oben korrekturbedürftig ist (s.u.).

Unsere anderen Läuferinnen im Olymp des Berliner Laufsports sind Nadija Kober (93. 10 km in 39:17; 65. HM in 1:27:24) und Daniela Klerings (83. HM in 1:28:54; 75. Marathon in 3:08:01), wie sie beide hießen, bevor auch der Post SV sich einen neuen Namen gab. Als ProSportis in diesen erlesenen Kreis liefen Sophie Oberländer (91. HM 1:29:24; 95. 25km 1:48:44), Regina Vollbrecht (17. 100km in 9:47:01) und Antonia Mäcker (60. HM in 1:26:56; 84. Marathon in 3:10:17). Der Statistiker hat ihre Bestzeit aus Hamburg 2014 übersehen: 3:06:20, das wäre der Platz 68 über alle Jahre.

Manchmal wird also ein Eintrag vergessen. Umgekehrt vergisst, ähnlich wie das Internet, die Statistik nichts, auch keine klassischen Startnummern-Verwechslungen. Als 19.-schnellste Marathonläuferin wird noch immer Nadja Happersberger in 2:49:42 vom Berlin-Marathon 2003 verzeichnet, auch die jüngeren ahnen, wer damals tatsächlich diese Zeit gelaufen ist...

Vier Männer haben es im Einzel in diese ewige Liste geschafft, drei Häuptlinge vom Post SV und ein Indianer von PSB24. Holger Trapp-Opitz hat sich dreifach verewigt über 10 km Straße (52. in 31:26), Halbmarathon (43. in 1:09:09) und Marathon (96. in 2:28:11). Dietmar Klocke steht auf Platz 78 im Halbmarathon in 1:11:39, aber um diese Zeit richtig einzuordnen, muss man auch die Jahrgangs- und Datumsangaben betrachten. Dietmar lief diese Zeit in der M50, und in der ganzen Berliner 100er-Liste aller Zeiten ist nur ein einziger vor ihm geboren worden, Ingo Sensburg, der Hallen-Europameister über 3000 m und zweifache Berlin-Marathon-Sieger. Der dritte Häuptling ist Reinhold Happersberger als 74. im Marathon mit 2:26:20. Der Indianer bin ich selbst, Ralf Milke, der an Reginas Seite in der Liste der 100 Besten aus 100 Jahren den Platz 100 im 100km-Lauf belegt, schönschönschön.

Mannschaftswertungen werden auch gelistet. Da diese in Ergebnislisten immer seltener auftauchen, sind die absoluten Zahlen mit Vorsicht zu betrachten, aber trotzdem gibt uns diese Statistik ein wertvolles Gesamtbild und einen neuen Ansporn. Weil wir zwei Vereinsnamen haben, werden wir auch immer doppelt gelistet. Bei den Frauen gibt es bezüglich der Spitzenplatzierung ein Patt. Jeweils 6. ist im Marathon der Post SV (Klocke, Bergner, Klerings in 9:38:31) und im Halbmarathon der PSB24 (Wycisk, Kolberg, Klocke in 4:45:28). Siebter im HM ist der Post SV (Klocke, Lange, Suhr in 4:53:41). Im 10-km-Straßenlauf liegt der Post SV als 11. (Klocke, Bergner, Suhr in 2:04:57) von dem 19.PSB (Thiele, Rennung, Michalk in 2:21:06).

Die beste Mannschaftsplatzierung bei den Männern ist ebenfalls Rang 6: Halbmarathon des Post SV in 3:42:59 durch Trapp-Opitz, Zingler, Engelfried. Der PSB24 folgt mit Bauer, Tirech, Itabashi in 4:00:58 auf Platz 14, aber in der Auswertung wurde damals unser schnellster übersehen: Kappeler-Bauer-Tirech liefen damals 3:50:30 (netto), bzw. 3:50:45 (brutto). Auch auf den anderen Strecken hat der Post SV dem PSB nach wie vor vorgelegt. Über 10 km liegt Post SV (Trapp-Opitz, Zingler, Schultz; 1:41:05) als 12. vier Plätze vor PSB24 (Schultz, Kappeler, Marschalik; 1:47:09). Im Marathon hat die uralt-Zeit 7:41:26 des Post SV von Happersberger, Hübner und Kocher aus dem Jahr 1990 dem Ansturm von 2002 Stand gehalten und liegt auf Platz 11, der PSB begnügt sich bescheiden mit Platz 27 (Foth, Schultz, Milke; 8:34:19).

Auch diversen anderen Namen aus unseren Trainingsgruppen begegnet man in dieser Bestenliste, ich nenne nur mal Manfred Dehmel, Andreas Schierarend, Heinrich Waldmann, Peter Spahn, Kati Kiehle und natürlich Wilfried Jackisch. Seine 5000-m-Zeit von 1977 macht mir heute noch eine Gänsehaut.

Ein gutes Neues Jahr, oder von mir aus 100,

wünscht euch Ralf

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Losglück beim Berlin-Marathon

Beitrag von Sophie Oberländer-Hayn.

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NameGesamtplatzAltersklassenplatzAltersklasseNetto-Zeit
Atsushi Itabashi2253382M453:11:22
Reinhold Happersberger361714M603:21:29
Manfred Kretschmer515412M653:29:37
Patrik Marschalik57801100M353:32:53
Ralf Milke57811081M453:32:53
Karsten Papenbrock8339975M503:44:54
Tom Hühns84931889M403:45:34
Alexander Oberthür102102224M403:52:56
Horst Matznick1407219M704:11:01
Simon Rothmeier146461255MH4:13:54
Holger Richter15055851M554:16:18
Dieter Segebart1609733M704:23:23
Heinz Junkes167972273M504:28:17
Ruth Suhr227225W604:06:24

Nachdem der Berlin-Marathon 2013 bereits wenige Minuten nach Öffnung der Anmeldung ausverkauft war, wollte man 2014 schlauer sein und ließ das Los entscheiden. Dadurch wurde leider vielen Berlinern und damit auch einigen PSB’lern der Start beim Marathon in ihrer eigenen Stadt versagt. Das ist sehr schade, soll aber die Leistungen derjenigen, die teilnahmen nicht schmälern.

Der Marathontag wurde von einem neuen Weltrekord – mal wieder auf Berliner Pflaster – gekrönt, den Dennis Kimetto aus Kenia mit 2:02:57 h aufstellte. Bei den Frauen gewann Tirfi Tsegaye aus Äthiopien in einer Zeit von 2:20:18 h.

Bei sommerlichem Wetter waren auch 15 PSB‘ler/innen am Start. Bester im gelben Hemd war Atsushi Itabashi in einer Zeit von 3:11:22h. Beachtenswert auch die Leistungen von Reinhold Happersberger mit Platz 14 in der M60 und Manfred Kretschmer mit Platz 12 in der M65. Patrick Marschalik und Ralf Milke bestritten den Marathon gemeinsam und erreichten quasi Hand-in-Hand das Ziel in einer Zeit von 3:32:53 h. Nicht schlecht – Patrik – im Doktorarbeits-Stress und mit wenigen Trainingskilometern in den Beinen. Sehr zufrieden im Ziel war auch Karsten Papenbrock mit einer Zielzeit unter 3:45 h. Alexander Oberthür erreichte sein Ziel unter 4 h zu bleiben ganz locker und meldete sich wenige Wochen später zum nächsten Berlin-Marathon an. Mit mehr Training sind alte Zeiten sicher bald wieder erreichbar! Horst Matznick und Dieter Segebart vertraten die Altersklasse M70 mit tollen Zeiten von 4:11:01 h und 4:23:23 h und den Altersklassenplätzen 19 und 33. Auch Heinz Junkes konnte mit seiner Zielzeit unter 4:30 h sehr zufrieden sein.

Darüber hinaus standen im bunten Starterfeld auch zwei Frauen unseres Vereins. Bis Km 25 (mit einer Super-Zwischenzeit von 1:50:50h) war Antonia Maecker gut mit dabei. Leider musste sie kurz darauf verletzt aufhören und für viele Wochen pausieren. Somit war Ruth Suhr die einzige PSB’lerin im Ziel. Am Tag nach Ihrem 60. Geburtstag bestritt Sie Ihren 25. Berlin-Marathon und erreichte das Ziel in einer Spitzenzeit von 4:06:24h. Damit ist sie nicht nur Mitglied des Jubilee-Club, welchem alle Marathonis angehören, die mehr als zehn Mal beim Berlin-Marathon dabei waren, sondern gehört auch zum knappen Dutzend derjenigen Frauen, die schon 25 und mehr Male beim Berlin-Marathon dabei waren. Unter den 65 von Ruth absolvierten nationalen und internationalen Marathonläufen war sicher die Teilnahme beim New York Marathon im November 2014 ein besonderes Highlight. Ein spannender Artikel über Ruth und ihre Laufleidenschaft ist am 10. Oktober 2014 in den Nürnberger Nachrichten erschienen und sehr lesenswert!

Die vollständige Ergebnisliste ist der Tabelle zu entnehmen. Die meisten der PSB-Teilnehmer wurden am Abend bei der traditionellen ‚Marathon-Nachlese‘ gefeiert. Einen herzlichen Glückwunsch allen Teilnehmern und alles Gute für kommende Wettkämpfe!

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