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Berichte & Ergebnisse 2015

Der Himmel hielt die Schleuse geschlossen

Beitrag von Ralf Milke.

Vom Havellauf gibt es ja regelmäßig keinen Bericht auf unserer eigenen Seite. Der 26. Havellauf war aber ein ganz besonderer, weil wir ihn ja zum ersten mal ohne Bernd Hübner organisiert haben und feststellen mussten, wo wir stehen. Fazit: Wir haben wieder einen perfekt organisierten Lauf hingelegt!!

Die Schnellsten des Tages waren Niels Bubel (Die Laufpartner) in locker nachhause gelaufenen 44:34 und Julia Kind (SCC Berlin) in 54:53. Die schnellsten Mithelfer/Läufer in Gelb waren Audrey Nioucel und Gregor Wünsch. An der Spitze hatte Niels Konkurrenz durch Marc Schulze (jkrunning) und Christian Krannich (NSF), die beide die 10 km in 31 Minuten laufen können, aber konnte sich darauf beschränken, den einmal erlaufenen Vorsprung ins Ziel zu tragen.

Die schnellsten Frauen trugen eine Art von SCC-internem Generationen-Wettstreit aus, den Julia Kind am Ende gegen die ebenso überzeugende (und 23 Jahre ältere) Karsta Parsiegla gewann.

Das Hauptrennen war jedoch Havellauf vs. Gewitterfront. Es war eine Entscheidung Brust an Brust. Der Regen schmiss alles, was er hatte, in die Endphase unserer Tombola, aber da hatte er schon verloren, und auch die zweite TomTom-Uhr ging unter den Bäumen noch ganz zahm an die Gewinnerin. Erst danach ging die Welt unter, aber da wurden nur noch einige beim Abbauen nass. Der Havellauf hatte schon immer Glück mit dem Wetter. Unser Sieg in diesem Zweikampf ist ein gutes Vorzeichen für die neue Ära!

Heinz Wutzke und Rigo Gebhardt sorgten für Kontinuität. Die beiden Dauerstarter waren auch bei der 26. Auflage zum 26ten mal erfolgreich im Ziel und wurden dafür geehrt. Sicherlich wären etwas mehr als die gut 400 Meldungen willkommen gewesen, aber jetzt wissen wir, wie wir reagieren, um im kommenden Jahr wieder etwas höher zu krabbeln. So falsch ist die Teilnehmerzahl angesichts der Streckenführung gar nicht gewesen. Teilnehmer berichteten, dass es mal deutlich angenehmer auf der Strecke und an den Getränkeständen war. Auch wurde angemerkt, dass man ohne den RP-Bogen am Start endlich mal wieder den wunderschönen Hintern des Löwen sehen kann. Auch ein Aspekt. Die Havellaufstimmung, wie wir sie kennen, war wieder da. Für das nächste Jahr am 17.7. sind wir noch ganz ergebnisoffen.

Drei junge Asylbewerber aus Eritrea wurden auf Initiative der Weltraumjogger für kleine Tombolaspende frei zum Start angenommen. Das Engagement für diese jungen Männer, für das ich mich namentlich an dieser Stelle mangels Kenntnis nicht bedanken kann, ist vorbildlich. Wovor sie geflohen sind, übers Mittelmeer, kann man z.B. hier nachlesen:

http://www.taz.de/!5057383/

Wenn ich mir das für mich ausmale, dann hoffte ich, dass ich an deren Stelle auch weggekommen wäre. Nach nur kurzem Lauftraining belegten Fitson Haile und Smret Tesfahans Platz 8 und 9. Fitson ist damit Sieger der Männer-Hauptklasse und hat einen Freistart fürs nächste Jahr gelöst. Hoffentlich werden wir ihn wieder am Start sehen können.

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