Menü überspringen

Berichte & Ergebnisse 2017

Die Havel lag uns zu Füßen

Beitrag von Ralf Milke.

Das ist jetzt wieder so ein Bericht. Der muss aber geschrieben werden. Wir haben als Gruppe den 28. Havellauf perfekt organisiert, ich darf das so sagen. Wir bekamen für den Lauf und danach perfektes Wetter geschenkt. Der Betreiber des Seehase-Kiosks und Restaurants hat sich ebenso gefreut wie der alte *echte* Seehase, der im e-Rolli vorbeikam.

Wir hatten diesmal einen Jugendlauf zur Pfaueninsel und zurück, was halbe Distanz bedeutet. In Absprache mit den anderen Organisatoren im Berlin-Cup werden wir die Strecke nächstes Jahr auf maximal 5 km verkürzen. Unsere fünf Läuferinnen (von denen einer in der MJ startete) haben tolle Leistungen abgeliefert und wurden alle mit je zwei Freikarten nach eigener Wahl von ISTAF oder ALBA belohnt.

Jetzt kommt die Leistungsschau. Niels Bubel (46:02) hat zum fünften Mal gewonnen. Damit muss ich beginnen, denn die Rekorde der Siegerlisten beim Havellauf reichen bei den Frauen (Rosemarie Kössler) wie Männern (Lennart Sponar) jeweils bis sechs. Wer fünfmal nacheinander gewonnen hat, hat eine Ansage gemacht. Hinter ihm ging es sehr munter weiter, denn der Zweitplatzierte Mike Poch aus Quedlinburg gewann zugleich die M50 in 47:06! Man muss Minuten in Sekunden umwandeln, dann durch 13,7 teilen, dann zurück auf Minuten rechnen. Ich nehm’s euch ab: es sind 3:27 pro Kilometer.

Jen Metcalf war in 56:04 die schnellste Läuferin. Bei ihrem Havellauf-Debut setzte sie sich um 18 Sekunden von Karsta Parsiegla ab, die schon zweimal gewonnen hat, und in ihrer W50 natürlich ganz vorne und überragend ist. Auch Vivien Grünbaum blieb in 59:41 noch unter der Stundenmarke.

Die fünftschnellste Läuferin war Ulrike Hain, die gleichzeitig die verdiente Siegerin unserer Dreierwertung der Pro Sport 24 Läufe wurde – MAK, Spendenlauf, Havellauf. Vier Männer hatten sich ebenfalls dieser Herausforderung angenommen, und René Dermitzel (OSC Berlin) hat in 59:59 absolut überzeugt, aber gegen Lothar Bathe hilft gar nichts: Der Sieger der M80 (1:08:15) ist alle drei Läufe altersbereinigt ganz eng am Dreierschnitt gelaufen.

Der Lauf wurde durch Chalulay Giehl beschlossen, als sie nach 2:16:12 die Zielmatte überschritt, das ist immer noch unter 10 Minuten pro Kilometer und - Chalulay war in der W75 unsere älteste Teilnehmerin. Die meisten von uns hoffen, so alt zu werden, mal abgesehen von den Ergebnislisten. Horst Linke aus Cottbus hat noch einen draufgelegt. Leider war mir das bei der Siegerehrung noch nicht klar. Seine 1:54:24 sind Platz 1 in der M85! Damit hat er einen Freistart im kommenden Jahr. Toll waren auch Helmut Kreidner (M60) in 53:10 in den Top10 und Horst Kyborg als Sieger der M70 (1:03:35), beide von unseren Laufsportfreunden aus Siemensstadt.

Mit 530 Anmeldungen können wir sehr zufrieden sein. Leider nur 400 im Ziel, aber die Abteilungskasse lacht. Noch lieber hätten wir alle 530 im Ziel. Immer im Ziel seit 28 Havelläufen ist Heinz Wutzke, der in diesem Jahr mit Volker Schlöndorff einen Partner auf der Strecke fand, und Rigo Gebhardt hat es irgendwie auch geschafft. Über diese Langdistanzen freuen wir uns am meisten. Wir freuen uns über mehr als 20 Teilnehmer vom SCC und fast 20 vom LT Bernd Hübner, und um Starter aus Schweden und Dänemark. Nächstes Jahr sind wir über 600.

Eingeloggte Benutzer können Kommentare hinterlassen.